Sonntag, 17. Juli 2016

Leinenkleidchen casual

Es ist Sommer. Es ist warm. Leinenwetter.


Dieses grüne Leinenhängerchen ist nach meinem Standardschnitt entstanden, allerdings hat es vorne eine tiefe Kellerfalte für mehr Weite. Hinten braucht's dann keine Abnäher und nur einen kleinen Reißverschluss. Die Brust- und Schulterabnäher sind natürlich eingearbeitet, auch ein Casual-Kleidchen soll sitzen, und zwar nicht wie ein Sack!

Das Leinen ist sanforisiert und knautscht angeblich nicht so doll.

Kleiner RV und Schulterabnäher.

Kellerfalte und Brustabnäher.

Sonntag, 26. Juni 2016

Leinen, aubergine, schlicht, kastig, kurz

Heute habe ich - echt selten - ein Kleid genau nach unabgeändertem Schnitt genäht, sogar die Farbe stimmt ungefähr:


Das Leinen ist sanforisiert und sollte wirklich nur "edel" knautschen, also nicht nach kurzem Tragen aussehen wie Lumpi.

Das Modell ist die Nr. 12 aus der Ottobre 5/2014, das linke - der Schnitt ist bei beiden Modellen derselbe:


Die Tasche am Bauch sieht aus der Nähe so aus, da sind zwei Teile zusammengesetzt:



Sonntag, 19. Juni 2016

Knallbunte Punkte -ganz schlicht

Ein Widerspruch. Nun gut, meine Lieblingsfarben in dem tollen Punktedesign wie vor, als Lieblingskleid-Schnitt verarbeitet. Ohne jeden Schnickschnack, etwas länger als Knie, daher mit rückwärtigem verdecktem Schlitz.

Vorne - wie immer - nur seitliche Brustabnäher. Ansonsten bleibt das Muster unbeschnitten.

Hier erkennt man gute die rückwärtigen Schulter- und Taillenabnäher.

Der verdeckte Schlitz.

Sonntag, 12. Juni 2016

Programmänderung

Im Frühjahr hatte ich mich in den Hamburger-Liebe-Stoff mit türkisen und orangefarbenen Dots auf dunkelblauem Grund verguckt und nach der neuesten Ottobre ein kastiges 3/4-Ärmel-Kleid mit Tropfenausschitt daraus genäht. Zweimal hab ich es seither getragen und war nicht recht zufrieden:

Der Schnitt saß nicht perfekt an mir, weil diese Form einfach nicht gut zu meiner Figur passt. Der Beleg vom Halsausschnitt rollte sich ob der elastischen Vlieseline, die ich erstmalig und daher unwissend nicht vollständig umkäntelt verarbeitet hatte. Ein bisschen zu kurz für meinen Geschmack war es auch. Vor allem aber kann man über einen so weiten Kleid, zudem mit Ärmeln, nicht gescheit einen Blazer oder ein Chasuble tragen. Und damit sind zwingend verdammt viele bunte Punkte sichtbar - zu viele für manche dienstliche Anlässe.

Daher gestern eine Totaloperation. Draus geworden ist ein ärmelloses Etuikleid (Überraschung!) ähnlich dem Lieblingsschnitt (genau nach Lieblingsschnitt ging nicht - das gab der zugeschnittene Stoff nicht ganz her), innen im Oberteil ganz in Dunkelblau gefüttert, mit großem Rückenausschnitt und Colorblocking am Saum:


Alles übrigens UWYH.
Und mit (gekauftem) Chasuble drüber wird das Kleid morgen auf einer Sitzung Premiere haben.


Und weil ich den Stoff so toll finde, habe ich davon noch Nachschub mit klarblauen und pinkfarbenen Dots auf Dunkelbraun gekauft. Das wird dann ein kurvenscharfes Kleidchen nach Original- Lieblingsschnitt. Zugeschnitten isses schon.

Sonntag, 5. Juni 2016

Kurvendiskussion

Nachdem das Kleid vom letzten Wochenende mir so gar nicht an mir gefiel (und inzwischen eine neue Besitzerin hat), habe ich dieselben Farben nochmal ungemustert und mit einem neuen Schnitt getestet (Ottobre 2/15: Sporty Shape). Der Schnitt ist raffiniert, weil die Seitenteile die Silhouette geschickt in Szene setzen. Ich habe diesen ersten Versuch wegen unüberichtlich vieler Einzelteile einfach in meiner Größe gebaut und erstmal nicht schnittoptimiert. Aber das Ergebnis des Prototyps ist schon sehr tragbar - ein Kleid zum Wandern oder Radfahren, weniger als Bürochic: Es ist obenrum noch ein bisschen zu weit für mich und braucht hinten etwas mehr Abnäher.

Mit Ausnahme des Pseudo-Cover-Saums (Ziernaht aus dem Elna-Sortiment) und natürlich des Reißverschlusseinnähgedönses ist das Kleid tutti kompletti mit der Ovi genäht. Ging mit Ausnahme des Reißverschlusses auch rubbeldiekatz schnell. Mit dem eher zu dehnbaren Interlockmaterial (immerhin mit 8% Elasthan) hatte ich nämlich beim Reißverschusseinnähen ziemlich zu kämpfen. Dabei habe ich mir dieses Mal sogar das Spezialfüßchen von Prym dafür angetan - besser als mit dem Elna-Originalfuß wird der "unsichtbare" RV damit aver auch nicht eingenäht, eher im Gegenteil. Der Witz ist allerdiings, dass zumindest dieses Model so weit und dehnbar ist, dass ich eigentlich gar keinen RV gebraucht hätte. Weiß ich jetzt...